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Mittwoch, 30. März 2011

Wegnahme weiterer sozialer Leistungen für den Mitarbeiter

Laut einer kürzlichen Info von der "neu gegründeten" Abteilung Beschaffung, ist die Betankung von Privatfahrzeugen an firmeneigenen Tankstellen, auf Veranlassung der Geschäftsleitung, ab 1.04.2011 nicht mehr möglich.
Da die Geschäftsleitung in den letzten 1 1/2 Jahren viele soziale Leistungen (Gewinnbeteiligung, Geburtstagskarte, Weihnachtstüte usw.) für den Mitarbeiter abgeschafft hat, verwundert diese neuere Abschaffung auf keinen Fall.

Im Gegenzug dafür gibt es ja neue glorreiche Leistungen für den Mitarbeiter, z. Bsp. eine Tankkarte für Aral (Hurra, hurra), einen exklusiven Edeka Handytarif (Hurra, hurra). Alles schön bunt im Intranet anzuschauen.

Ich sage jetzt schon, Danke liebe Edeka, für soviel Verständnis für die Mitarbeiter!

Die Mitarbeiter werden dies alles bestimmt motivierend aufnehmen!

Dienstag, 29. März 2011

Nordbayern-Sachsen-Nachrichten-TV

In Kürze wird unser "Nordbayern-Sachsen-Nachrichten-TV" mit aktuellen Themen rund um die Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen gestartet. Hier werden Euch unsere Redakteure, in "Tagesschau" Manier, alles Aktuelle in Bild und Ton übermitteln. Wir bedanken uns schon im Vorfeld bei allen regionalen Medien für die tolle, umfangreiche Unterstützung in Technik und know how.

Montag, 28. März 2011

Sicherer Arbeitsplatz ? Nicht bei EDEKA N-S-T!

Stell Dir vor, Du arbeitest seit 20 oder 30 Jahren bei EDEKA. Du hast Deinen Job immer gut und zufriedenstellend gemacht und bist, meistens, auch gerne zur Arbeit gegangen, ja warst vielleicht sogar ein bißchen Stolz, ein Teil dieser Firma zu sein.

Stell Dir vor, eines Tages wird eine Mitarbeiterversammlung einberufen. Du hast vor ein paar Wochen einen neuen Vorgesetzten bekommen, der aus einer anderen EDEKA nach N-S-T gewechselt hat (abgeworben wurde).
Klar denkst Du Dir, da wird wohl eine Besprechung anstehen, was die andere EDEKA im Vergleich zu unserer so gemacht hat und vielleicht soll man sich ja auch gegenseitig besser kennenlernen.

Stell Dir vor, Du gehst zu dieser Versammlung und da wird einer nach dem anderen in ein Büro gerufen und bekommt dort mitgeteilt, daß er ab sofort, bis zum Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist, freigestellt ist und dann E-N-D-E.

So ist das leider tatsächlich passiert. Bei der EDEKA N-S-T.
Die ganze Abteilung mit einem Schlag dichtgemacht!
Ach ja, auch der abgeworbene Vorgesetzte sitzt jetzt auf der Straße.

Geht man so mit Menschen um? Das alles wegen ein paar Euro, die man an eine externe Firma weniger bezahlen muß? (Die Angestellten dort müssen wohl nebenbei Hartz 4 bekommen, aber wieso sollte das denn die große EDEKA kümmern). Man kann natürlich auch Abteilungen in West-Deutschland schließen und dafür in Ost-Deutschland eröffnen, weil dort niedrigere Tariflöhne bezahlt werden müssen. (Ja Leute, für die Firmen gibt es Ost- und Westdeutschland praktischerweise noch, auch wenn wir eigentlich zusammengewachsen sein sollten)

Das ist schlichtweg Menschenverachtend!!

Und das ist ja schon mit mehrern Abteilungen passiert. Welche ist die nächste? Wer kann denn da noch ruhig zur Arbeit gehen? Wer kann da noch konzentriert arbeiten?

Aber ist ja für die EDEKA kein Problem, wer Fehler macht wird abgemahnt, abgemahnt und .... irgendwann entlassen.

Bei EDEKA dürfen nur die Chefs ungestraft Fehler machen. Wie lange denn noch???

Donnerstag, 24. März 2011

Der größte Arbeitgeber in der BRD (250.000 Mitarbeiter)

Ja ihr Menschen da draußen im Lande, ihr wisst noch gar nicht, wenn ihr beim größten Arbeitgeber in der BRD einkauft, was das teilweise für Menschenverächter sind. Denen ist nur wichtig, dass ihre Gewinne passen. Das Menschen für sie schwer arbeiten, ist Nebensache, denn der Mensch ist ein reiner Kostenfaktor. Ja das alles wollen einige dieser EDEKA-Markt Besitzer, denn um so billiger gearbeitet wird, um so mehr haben sie in den eigenen Kassen. Man fragt sich schon, muss man denn bei solchen Geldgeiern wirklich einkaufen? Es gibt doch so eine große Auswahl an Lebensmittelanbietern, da muss man doch nicht den Geldgeiern die Taschen füllen, oder?

Macht es gut und frohe Ostern!!

Die Auszubildenden sind bei Edeka mehr wert !!!

Warum ?

Die Edeka Unternehmensgruppe behauptet, dass Edeka der größte und auch beste "Ausbildungsbetrieb" in Deutschland ist.
Soweit so gut, aber warum bekommen die Lehrlinge in NST bei 2 Tages-Seminaren 5 € im Hotel ausgehändigt und müssen versuchen sich für diesen Batzen Geld ein Abendessen zu organisieren?
Es kommt noch besser, denn der Edeka Ausbilder sagt dazu, dass ist doch o.k., zu Hause essen die Jugendlichen auch jeden Tag Döner........

Jeder bildet sich bitte selber seine Meinung, über den Umgang mit Lehrlingen bei NST.

Teilzeitbeschäftigung

Unsere Supermanager (keine Edekaner) versuchen momentan, mit aller Gewalt, Teilzeitbeschäftigte auf 27 bzw. auf 30 Wochenstunden im Lagerbereich einzustellen.

Warum fragt ihr? Ist doch nichts schlimmes, wenn dadurch jemand zu Arbeit kommt und dazu auch noch Geld verdient, oder?

Nicht nur, das diese sehr anstrengende Teilzeitbeschäftigung im Lagerbereich fast nur von Männern zu bewältigen ist, setzen fast alle tariflichen und alle sozialen Leistungen auf dem niedrigeren Lohn auf. Du wirst mit 27 bzw. 30 Wochenstunden in der heutigen Zeit fast keine Überlebenschance mehr haben, außer du hast noch bei einer anderen Firma eine zweite Teilzeitbeschäftigung laufen und schuftest dich dabei allmählich krank und kaputt. Wenn du dann wegen zu häufiger Krankheit deine Arbeit verlieren wirst, wir brauchen ja nur gesunde, leistungsfähige Mitarbeiter, bekommst du entsprechend auch nur ein geringeres Arbeitslosengeld - du warst Teilzeitbeschäftigter, mit weniger Netto.

Alles wird teurer (Miete, Strom, Heizöl, Gas, Kraftstoff, Krankenversicherung, Wasser, Abwasser, Versicherungen allgemein, usw., für die private Altersvorsorge ist kein Geld mehr übrig). Viele Jahre später, solltest du mit deinen 70 Lebensjahren deinen Renteneintritt noch erleben, bekommst du so wenig Rente, dass du zum Sozialfall wirst und all den anderen fleißigen, noch gesunden "teilzeitbeschäftigten" Steuerzahlern, auf dem Geldbeutel liegst. Du suchst dir jetzt zusätzlich eine Nebenbeschäftigung, um einigermaßen über die Runden zu kommen.

Aber da sind ja noch unsere Supermanager (keine Edekaner), die Teilzeitbeschäftigte auf 27 bzw. auf 30 Wochenstunden suchen.

Montag, 21. März 2011

Die Christlichen...

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Zu hohe Personalkosten?

Alternativ: zu viel Geld für Chefs verprasst?

Immer wieder das gleiche Thema: Mitarbeiter kosten zu viel Geld, die Firma muß Personal einsparen.
Haben wir uns mal Gedanken gemacht, welch enorme „Personalkosten“ durch den ständigen Wechsel im Management entstehen?
Die Edeka Nordbayern war da in den letzten Jahren nicht gerade zimperlich. So hat der im Jahr 2009 neu gekommene Geschäftsführer gleich 5 Männer seiner Wahl ( alles Nicht-Edekaner!) zur Verstärkung nachgeholt. Auch wenn 3 davon schnell wieder weg waren, weiß man nicht, wie lange die Kosten für diese Herren noch anfallen. (Abfindung? Gehaltsfortzahlung durch Freistellung?) Die Jahresgehälter für Manager liegen ja durchaus im Millionenbereich .......

Wen wundert es, dass im Jahr 2010, aus „wirtschaftlichen Gründen“, für das vergangene Geschäftsjahr 2009 leider keine Gewinnbeteiligung mehr an die Mitarbeiter ausbezahlt werden konnte?

November 2010 hat dann auch besagter Geschäftsführer die Firma verlassen, dafür wurden dann gleich wieder zwei neue an den Start geschickt.
- Ist es vielleicht Folge dieser Ausgaben in der Geschäftsleitung, dass die Reklamationsbearbeitung zentralisiert wurde, um Personal zu sparen?
- Ist es eine Folge dieser Ausgaben, dass die Deko-Abteilung und die Qualitätssicherung „outgesourct“ wurden, um Kosten zu sparen?
- Ist es eine Folge der Managerkosten, dass über outsourcen vom Fuhrpark diskutiert wurde und die Firma nur noch das Geld für Leiharbeiter und Werksvertragsfirmen ausgeben will?

Hallo Aufsichtsrat:

· Ist Euch bewusst, dass Leiharbeiter und Arbeiter von Werksvertragsfirmen nicht genügend Geld zur Verfügung haben, um in Euren Geschäften einzukaufen?
· Ist Euch auch bewusst, daß langjährige Mitarbeiter, die in der Edeka nun plötzlich um Ihren Arbeitsplatz bangen müssen, vielleicht keine große Lust haben, aus "Solidaritätsgründen" bei Euch einzukaufen?

Greift endlich ein, damit wieder zufriedenes Personal in der Edeka arbeiten, und danach glücklich bei Euch einkaufen kann!

Jetzt wäre es höchst Zeit, daß in dieser Firma das Ruder wieder in fähige Hände gegeben wird.

Wir brauchen einen Geschäftsführer und einen Aufsichtsrat, der nicht nur Dollarzeichen, sondern wirklich das Wohl der Firma und das Wohl der Mitarbeiter in den Augen hat!

Vielfacher Wechsel im Management, noch dazu durch lauter Nicht-Edekaner, die nicht in der Firma groß geworden sind, hat bisher außer enormen Kosten nichts gebracht.

Sonntag, 20. März 2011

Sumpfbrüder

Ja, ja, die ehrbaren Kaufleute, die im Aufsichtsrat, haben diese Sumpfbrüder geholt. Man muss Sie in ihren Geschäften besuchen und sehr viel Ware in die Einkaufswägen packen usw...... ?

Lasst es uns ihnen zeigen, wie man diese "Abnicker" belohnt!!!!

Freitag, 18. März 2011

Lisa kommt an Bord

Ja Leute, es wird Zeit, daß in dieser Firma klar Schiff gemacht wird. Kippen wir endlich das faulige Wasser über Bord, bevor der Kahn untergeht.

Nachher ist es zu spät !!!!

Helft alle mit, vielleicht können wir das Ruder ja doch noch rumreissen und für die (noch) vielen Beschäftigen etwas retten.

Gerecht geht anders!

Streik-TV - Leiharbeit

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Donnerstag, 17. März 2011

Zentralisierungswahn

oder wenn der Wahnsinn kein Ende nehmen will!

Es wurden örtliche Reklamationsstellen abgebaut und zentral an einem Standort neu installiert.

Beispiel vor der Zentralisierung:

  1. ein Kunde reklamiert Fehlmengen auf seinem Leergutbeleg bei der Reklamationsabteilung des zuständigen Betriebes oder gleich beim zuständigen Fuhrparkleiter
  2. die Reklamationsabteilung übermittelt die Reklamation dem zuständigen Fuhrparkleiter; falls Kunde nicht schon direkt beim Fuhrparkleiter reklamiert hat, dann würde dieser Zwischenstep entfallen
  3. der Fuhrparkleiter ruft den dafür verantwortlichen Kraftfahrer an
  4. Fuhrparkleiter informiert den Kunden
  5. Kunde ist mit den Angaben des Kraftfahrers nicht einverstanden
  6. Fuhrparkleiter ruft Kraftfahrer nochmals abschließend an
  7. Kunde wird nochmals vom Fuhrparkleiter angerufen - die Reklamation wird zufriedenstellend geklärt

Beispiel nach der Zentralisierung:

  1. ein Kunde reklamiert Fehlmengen auf seinem Leergutbeleg bei der zentralen Reklamationsabteilung
  2. diese wiederum informiert nun telefonisch, bei viel Glück, den zuständigen Fuhrparkleiter
  3. der Fuhrparkleiter ruft den dafür verantwortlichen Kraftfahrer an
  4. der Fuhrparkleiter ruft die Reklamationsabteilung zurück und übermittelt ihr die Auskünfte des Kraftfahrers
  5. die Reklamationsabteilung übermittelt nun dem Kunden die Aussage des Kraftfahrers
  6. der Kunde ist mit dieser Aussage nicht einverstanden und ruft nun, so wie er es schon seit ewigen Zeiten zuvor getan hat, den Fuhrparkleiter selbst an
  7. der Fuhrparkleiter ruft nun nochmals den Kraftfahrer an, um die Angelegenheit abschließend zu klären
  8. der Kunde wird vom Fuhrparkleiter zurückgerufen - die Sache ist geklärt!
Dies ist nur ein Beispiel von Vielen!

Dienstag, 15. März 2011

Ja ist denn schon Weihnachten?


Ja ihr Leute lasst Euch sagen, die Turmuhr hat fünf vor zwölf geschlagen.


Darum liebe Leute bleibt dabei - es ist bald soweit.

Montag, 14. März 2011

Gesetzeswidrig

Seit neuem werden Kraftfahrer dazu gezwungen, sich gesetzeswidrig zu verhalten. Nach einer gefahrenen Tour mit einer Arbeitszeit von 5 Stunden soll noch eine Tour mit 8 Stunden gefahren werden. Zwischen den beiden Touren sollte der Fahrer auch noch auf einen LKW warten (es stand kein LKW mehr auf dem Hof). Man möchte ja den eigenen Fuhrpark aus Kostengründen, ohne jeglichen Puffer, verkleinern. Wie krass ist das denn?

Super Management, weiter so!

Fuhrparkmanagement

Stellt euch vor, ihr habt ein Edeka-Geschäft. Ein zusätzlicher, für die Feiertagswochen eingesetzter, Spediteur fährt vor und möchte euch eure bestellte Ware bringen.  Doch plötzlich stellt ihr fest, der LKW besitzt ja gar keine Ladebordwand. Normalerweise werden Rollbehälter oder Paletten, auf denen sich eure Ware befindet, über die Ladebordwand abgeladen. Jedoch müsstet ihr, in diesem geschilderten Fall, eure bestellte Ware händisch, also Stück für Stück, entladen. Super Idee unseres Fuhrparkmanagement. Weiter so!  

Freitag, 11. März 2011

Tariffähigkeit abgesprochen

Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften darf keine Tarifverträge abschließen

ver.di und das Land Berlin haben erfolgreich vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) gegen die Tariffähigkeit der „Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen“ (CGZP) geklagt: Nach dem BAG-Beschluss vom 14. Dezember 2010 ist es der CGZP künftig untersagt, Tarifverträge abzuschließen. Die CGZP erfülle nicht die erforderlichen tarifrechtlichen Voraussetzungen, so die Erfurter Richter. Damit wiesen sie die Beschwerde der christlichen Tarifgemeinschaft gegen den Beschluss des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg zurück. Das Gericht hatte der CGZP ebenfalls die Tariffähigkeit abgesprochen.
Die Begründung des Bundesarbeitsgerichts: „Die CGZP ist keine Spitzenorganisation nach § 2 Abs. 3 TVG, weil sich ihre Mitgliedsgewerkschaften (CGB, DHV und GÖD) nicht im Umfang ihrer Tariffähigkeit zusammengeschlossen haben. Außerdem geht der in der Satzung der CGZP festgelegte Organisationsbereich für die gewerbliche Arbeitnehmerüberlassung über den ihrer Mitgliedsgewerkschaften hinaus.
Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 14. Dezember 2010, Az: 1 ABR 19/10

Mittwoch, 9. März 2011

Schwerbehindertenvertretung (SBV)

Seit Dezember 2010 sind in unseren Betrieben neue Schwerbehindertenvertretungen (SBVen) gewählt worden. Um dieses Amt ordentlich begleiten und ausführen zu können, müssen, bzw. sollten, alle neugewählten SBVen und auch alle neugewählten StellvertreterInnen der SBVen Einführungsseminare besuchen.

Seit Neuem werden den eigenständigen Gremien Seminare für StellvertreterInnen der SBVen untersagt, mit der glorreichen Begründung, dies sehe Edeka nicht ein, da diese banale Sache ja sowieso gesetzlich geregelt sei.

Wir meinen, auch behinderte Arbeitnehmer haben das Recht, dass Ihre Sorgen und Nöte, gegenüber dem Arbeitgeber, falls der/die Vorsitzende wegen Urlaub, Krankheit oder Weiterbildung fehlt, ordentlich von StellvertreterInnen der SBVen vertreten werden.

Nun müssen wir diese Angelegenheiten, wieder einmal mehr, über Anwälte und Gerichte klären lassen. Edeka, oder was von Edeka noch übrig geblieben ist, hat gegenüber seinen Mitarbeitern keinen Respekt mehr.

Bei Edeka soll nur noch folgende Regel gelten:

arbeiten, arbeiten, den Mund halten und sollte es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr gehen, dann wird Mann oder Frau ausgetauscht.

Sonntag, 6. März 2011

Hannibal greift ein !!!!

Es wird mir richtig Spass machen, aufzuzeigen, wie man mit den Beschäftigten bei der so genannten Nr.1 in Deutschland umgeht !!!

Hier zählt nur noch der Profit und die Mitarbeiter bleiben auf der Strecke..........................

Werte Redaktion, Hannibal wird mithelfen "den Sumpf trocken zu legen".

Samstag, 5. März 2011

Leiharbeitnehmer sind keine Streikbrecher!





LeiharbeitnehmerInnen sind keine Streikbrecher!

Auch wenn Arbeitgeber es gern anders hätten: Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer müssen in einem bestreikten Betrieb nicht arbeiten!

Das sieht das „Arbeitnehmerüberlassungsgesetz“ ausdrücklich vor.
Dieses Gesetz gilt für alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die von einer Arbeitnehmerverleih-Firma gewerbsmäßig anderen Unternehmen zur Arbeitsleistung überlassen werden.

§ 11 Absatz 5 dieses Gesetzes bestimmt unmissverständlich:

„Der Leiharbeitnehmer ist nicht verpflichtet, bei einem Entleiher tätig zu sein, soweit dieser durch einen Arbeitskampf unmittelbar betroffen ist. In den Fällen des Arbeitskampfes nach Satz 1 hat der Verleiher den Leiharbeitnehmer auf das Recht, die Arbeitsleistung zu verweigern, hin-zuweisen.“

Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer haben deshalb im bestreikten Betrieb ein Leistungsverweigerungsrecht!

Niemand ist verpflichtet, den im Betrieb streikenden Kolleginnen und Kollegen in den Rücken zu fallen und sich als Streikbrecherin oder Streikbrecher missbrauchen zu lassen.

Ein Nachteil kann Leiharbeitnehmern, die von diesem gesetzlichen Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch machen und die Arbeit nicht aufnehmen oder einstellen, nicht entstehen: Der Arbeitgeber muss Lohn oder Gehalt weiter zahlen! Oder für den Einsatz in einem anderen – nicht bestreikten – Betrieb sorgen.

Deshalb, Kolleginnen und Kollegen, bitten wir um eure Solidarität!

Auszubildende dürfen streiken!






Auszubildende dürfen streiken!

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts dürfen auch Auszubildende streiken (BAG vom 12.09.1984 – 1 AZR 342/83). Sie können daher auch an einer Urabstimmung teilnehmen. Auch wenn Arbeitgeber immer wieder das Gegenteil behaupten, gilt nach BAG

  • auch für Auszubildende gilt das Grundrecht aus Artikel 9 Abs. 3 GG,      
  • der Arbeitgeber kann nicht erwarten, daß sich die Auszubildenden bei Streiks unsolidarisch verhalten,    
  • Ausbildungsbedingungen werden in Tarifverträgen geregelt, diese müssen notfalls erstreikt werden,        
  • Streikbeteiligung gefährdet grundsätzlich nicht den Ausbildungszweck.

Auch Solidarität bedarf der Einübung!

Donnerstag, 3. März 2011

Deine Rechte beim Streik


 


Deine Rechte beim Streik


Speziell im Arbeitskampf kommt es auf jede und jeden an ! Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat das Recht zu streiken. Dies ist in Artikel 9 III des Grundgesetzes garantiert.

Der Streik ist immer das letzte Mittel, um berechtigte Forderungen der Gewerkschaften durchzusetzen; daher ist es gerade dann notwendig, daß möglichst alle zum Streik aufgerufene Arbeitnehmer sich am Streik beteiligen.


Hier eine Zusammenfassung Deiner Rechte im Arbeitskampf:

  • Jede Kollegin und jeder Kollege – egal, ob gewerkschaftlich organisiert oder nicht - darf an einem (Warn)Streik teilnehmen. Der Arbeitgeber darf das nicht verhindern. Benachteiligungen wegen der (Warn)Streikteilnahme sind unwirksam.
  • Streikbrecher/innen dürfen nicht bevorzugt werden. Das bedeutet: Jede auf dem Streikbruch beruhende Vergünstigung für Streikbrecher durch den Arbeitgeber steht auch den streikenden Kolleginnen und Kollegen zu.
  • An einer möglichen Urabstimmung, zu der ver.di aufgerufen hat, dürfen nur Gewerkschaftsmitglieder teilnehmen. Unorganisierte Kolleginnen und Kollegen können daher über Streikmassnahmen nicht mit(be)stimmen.
  • Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat auch während des (Warn)Streikes das Recht, an Protestkundgebungen teilzunehmen (z.B. vor den bestreikten Betrieben und Dienststellen).
  • Dabei können auch Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen und möglichen Streikbrecher/innen geführt werden, um diese davon zu überzeugen, den streikenden Kolleginnen und Kollegen nicht in den Rücken zu fallen.

Falls es bei den Protestkundgebungen / Streikaktionen zu Problemen mit der Polizei kommen sollte:

  • Keine Angaben zu der Sache an sich machen! Immer an die örtliche ver.di Arbeitskampfleitung verweisen.
  • Es müssen nur Angaben zur Person gemacht werden!
  • Wenn es nötig sein sollte, erhält die Kollegin / der Kollege kompetenten Rechtsschutz durch ver.di
  • Die ausgefallenen Arbeitsstunden während des Streiks werden i.d.R. vom Arbeitgeber nicht bezahlt. Auch das Arbeitsamt zahlt in dieser Zeit nicht.
  • Ver.di zahlt ihren Mitgliedern (und nur den Mitgliedern) während der Streikteilnahme Streikunterstützung! Unorganisierte Kolleginnen und Kollegen erhalten während des Streiks weder Lohn noch Arbeitslosengeld. Sie stehen somit ohne gewerkschaftliche Unterstützung da. Auch einer der vielen Gründe, Mitglied bei ver.di zu werden.
  • Während des Arbeitskampfes kann es dazu kommen, dass die Arbeitgeber aussperren. Dabei darf der Arbeitgeber nicht zwischen Streikenden und Streikbrechern unterscheiden. Aber auch dann haben die Mitglieder von ver.di Anspruch auf Streikunterstützung.
  • Während des Streiks stehen dem Betriebs- / Personalrat unverändert die betriebsverfassungs-/personalvertretungsrecht-lichen Beteiligungsrechte zu.
  • Der Betriebs- oder Personalrat als solches muss zwar im Arbeitskampf neutral bleiben, aber die Betriebs- oder Personalratsmitglieder dürfen wie jede Arbeitnehmerin oder jeder Arbeitnehmer am Arbeitskampf teilnehmen.

Du siehst: es kommt auf Dich an; und dass in einer starken Gewerkschaft ver.di

Wir sind Online!

Wir bitten in Zukunft um rege Mitarbeit, um unseren Infoblog für alle so informativ wie möglich zu halten. Es sollte uns doch wohl gelingen, den in allen Betrieben der Edeka N-S-T bestehenden Sumpf trocken zu legen und neu zu gestalten. Bis demnächst, euer Terminator.